Firmprojekt abgeschlossen: Zirkusbesuch begeistert Kinder

Foto: Celia Amler

Bereits im Juli fand die Firmung in der Seelsorgeeinheit Ladenburg-Heddesheim statt. Zur Vorbereitung sollten die Firmanden ein Projekt durchführen. Und so kam durch Kuchenverkauf einiger Firmanden nach einem Gottesdienst ein hübsches Sümmchen zusammen, das sie für Kinder von Asylbewerbern verwendet haben wollten. Der Arbeitskreis für Flüchtlinge und Hilfsbedürftige startete deshalb letzte Woche mit 13 Kindern und ein paar elterlichen Begleitern zum Weihnachtszirkus nach Heidelberg. Die Freude war groß über die Clowns, den Armbrustschützen, die Katzendressur oder die fliegenden Motorräder, um nur ein paar Attraktionen aufzuzählen. Es wurde gestaunt, gelacht und der Atem angehalten, kurz: es war ein sehr gelungener Nachmittag. Die Kinder sagen „Danke“ für diese schöne Überraschung.

Diesen Beitrag haben wir von Celia Amler erhalten. Vielen Dank!

AK – Zwei-Jahres-Bilanz

Ladenburg: „AK für Flüchtlinge und Hilfsbedürftige“ zieht erfolgreiche Zwei-Jahres-Bilanz / Neues Sprecherteam gewählt.

Zahlreiche Arbeits- und Ausbildungsplätze vermittelt !

Ehrenamtliche schließen auch in Ladenburg Lücken im sozialen System. Manche tun das jeden Tag, andere sind für Einzelaktionen erreichbar.  In der Öffentlichkeit wird das zivilgesellschaftliche Engagement in der Flüchtlingsbetreuung kaum gewürdigt, oft sogar schlechtgeredet. „Das halten wir alles aus“, meint Sabine Weil lachend. Zusammen mit Irene Niethammer wurde sie in der jüngsten Versammlung des „Arbeitskreises für Flüchtlinge und Hilfsbedürftige“ (AK) zur neuen Sprecherin gewählt.

Zum Leitungs-Team gehören außerdem Monika Herbert, Petra Fuhry, Celia Amler und Eva-Maria Woll. Rund 60 weitere Personen stehen auf der Helferliste des AK. Was wurde erreicht in den vergangenen zwei Jahren? Im Alltag geben sie Deutschkurse und Schülernachhilfe, kümmern sich um rechtlichen Beistand oder leiten durch das Behördendickicht.    In einer Kleiderkammer versorgen sie Menschen mit gut erhaltenen Second-Hand-Waren und mit Hilfe eines großen Helfernetzes vermitteln die AK-Mitarbeiter Ausbildung- und Arbeitsplätze. „Das hat mit der Unterstützung regionaler Betriebe bislang gut geklappt“, freut sich Petra Fuhry. In Ausbildung seien zurzeit etwa zehn Flüchtlinge in der Altenpflege, im Straßenbau oder im Einzelhandel, in Arbeit seien rund 50 Menschen. Allerdings meist in Niedriglohnjobs. „Aber die Wertschätzung durch Arbeit ist gerade für Männer enorm wichtig und hilft bei der Integration.“

Seit Ende November ist die Gemeinschaftsunterkunft zwischen Ladenburg und Heddesheim mit ursprünglich lebten nach Angaben des AK´s noch rund 40 Männer dort. Diese sind jetzt in der kommunalen Anschlussunterbringung in Ladenburg und in den umliegenden Gemeinden untergebracht.  Insgesamt, so erklärt Sabine Weil, betreut der AK mit den schon anwesenden Familien in der Römerstadt nun fast 80 Personen. Weitere werden in 2018 erwartet. Sie wohnen in Häusern der Stadt, manche auch in Privatwohnungen. „Ausbildung macht übrigens arm“, schütteln die Frauen den Kopf. Wer es schafft, einen Ausbildungsplatz zu finden, fällt aus sämtlichen Asylleistungen heraus. „Das reicht dann hinten und vorne nicht mit der Miete“, heißt es.  250 Euro Warmmiete würde zum Beispiel die Stadt pro Person in einem Haus an der Beint verlangen. „Aber Einzelzimmer gibt es da keine.“

 

 Wo bleibt der Stolz auf das Erlangte? Celia Amler überlegt.  Sie betreut als „Patin“ eine Familie mit drei Kindern aus dem Balkan. „Da dachte ich schon manchmal, was das eigentlich bringt. Man muss ja mit einer Ausweisung rechnen.“ Doch dann berichtet sie von den Kindern, die deutsch lernten und jetzt lesen, schreiben und rechnen können. „Sie werden ein Leben lang davon profitieren, egal was passiert. Allein dafür lohnt sich meine Mühe“, meint sie. „Und man bekommt viel Freundschaft zurück.“ Die anderen Frauen erzählen ähnliche Geschichten. Sie alle sind berührend.  „Die Freude, wenn etwas geklappt hat, hält uns bei der Stange.“ Petra Fuhry zitiert einen Spruch aus dem Flüchtlingshelferkreis: „Ich habe in den letzten zwei Jahren eine Weltreise gemacht, ohne das Land zu verlassen.“

Und wie sieht die Zukunft aus? „Integration fängt im Alltag an. Wir brauchen dringend weitere Paten“, sagen die Frauen. Und sie hoffen, dass die Stadt Ladenburg endlich die Stelle der Integrationsbeauftragten auf Dauer besetzt.

Text/Foto: Beate Stumpf

GUK-Fahrradwerkstatt – nach Schließung der GUK beendet

(Info aus der Mailingliste)

Aktuelle Informationen, Bedarf an Rädern in der Stadt?

Die Fahrradwerkstatt in der GUK hat ihre Arbeit wieder aufgenommen. Hierzu kurz ein paar Infos:

  • Öffnungszeiten: Montags, 18:30 – ca. 21 Uhr.
  • Wir werden auf das Reparieren der vorhandenen Räder fokussieren.
  • Die Flüchtlinge müssen das selber machen und vor der Halle arbeiten. Wir unterstützen lediglich.
  • Da uns viel Material abhanden gekommen ist, geben wir Werkzeugsätze nur gegen Pfand aus.
  • Größere Ersatzteile (z. B. Schläuche, Schlösser, Flickset, Dynamos, Vorder- und Rücklichter) werden zum Selbstkostenpreis abgegeben, bei Beleuchtung wird gesponsort, damit nicht an der Sicherheit gespart wird.

Diese Infos haben wir in deutscher und englischer Sprache auch schon ausgehängt.

Wir haben nur noch ganz wenige Räder, die einigermaßen reparabel sind. Die Tage sind zwei Damenräder und ein Herrenrad reingekommen, die gut instandsetzbar sind. Gibt es hier in der Stadt akuten Bedarf?

Aktivitäten 2016/17 in der GUK

Ein Beitrag von Irene Niethammer vom 6.01.2017

 

Abwechslung in der Weihnachtspause!

Mehr Spaß und weniger Langeweile – das war das Motto der Ehrenamtlichen in der GUK Ladenburg für die Tage nach Weihnachten und Neujahr. Daher gab es einige Ereignisse, zu denen die Bewohner eingeladen waren:

Technoseum in Mannheim

Besuch der Ausstellung zum zweihundersten Jubiläum der Erfindung des Fahrrads am 27. Dezember 2016.

 

 

Selbst Ausprobieren macht Spaß!

 

 

 

 

 

Aufmerksame Zuschauer bei der Vorführung der Webstühle aus dem Schwarzwald.

 

 

 

 


 

Silvesterlauf

Sportliche Bewohner nahmen am Heddesheimer Silvesterlauf teil und waren erfolgreich.

                           Die Silvesterläufer!

 

Sternsinger

Am 2. Januar, gleich nach dem Gottesdienst, sangen Kinder aus Ladenburg in der Unterkunft draußen in den Feldern und brachten den Bewohnern Gottes Segen mit. Nachdem ausführlich erklärt wurde, wer die Sternsinger und die Könige sind, waren Kinder und Betreuerinnen herzlich willkommen.

Kegeln

24 Bewohner und 6 Betreuerinnen fuhren zur Kegelbahn nach Ilvesheim und hatten dort großen Spaß, am 5. Januar 2017.

 

 


	

Arbeit

Viele Männer aus der Gemeinschaftsunterkunft sind in Maßnahmen der Arbeitsagentur wie PerjuF („Perspektiven für junge Flüchtlinge“) oder LAurA („Landesprogramm Arbeitsmarkt und regionale Integration für Asylsuchende und Flüchtlinge“).
Gesucht werden nach wie vor Plätze für Praktika und perspektivisch Ausbildungsplätze.

Schulen

Die Kinder und Jugendlichen, die in der Anschlussunterbringung der Stadt leben, besuchen die normalen öffentlichen Schulen.
Nachhilfelehrer sind herzlich willkommen!

Die jüngsten Männer aus der Gemeinschaftsunterkunft besuchen die Carlo-Schmid-Schule bzw. die Justus-von-Liebig-Schule in Mannheim.
Auch hier sind Nachhilfelehrer herzlich willkommen!

Patenschaften

Für Familien in der Stadt oder für die Alleinstehenden in der Gemeinschaftsunterkunft suchen wir weiterhin dringend Paten.
Eine Patenschaft kann einen zeitlichen Umfang von 1 Stunde pro Woche bis zu täglichen Besuchen bedeuten.
Das entscheidet jede Helferin/ jeder Helfer selbst.
Bei Interesse gerne melden bei
flüchtlinge@stadtladenburg.de oder
gemeinschaftsunterkunft@stadtladenburg.de

Deutschunterricht

Stand:21.2.2017

Was bisher geschah.

Ab Januar 2016 unterrichteten die Mitglieder der Deutschgruppe die Flüchtlinge in der GUK in anfangs 5 Klassen. Zuerst Alphabetisierung,  dann die ersten Schritte in unserer Sprache (Cornelsen, Ich spreche Deutsch), danach Pluspunkt Deutsch, A1 (Cornelsen). Jede Klasse hatte drei bis fünf Doppelstunden Unterricht in der Woche. Ab Mai wechselte unser Unterricht mit vom Land finanzierten sogenannten 100-Stunden-Kursen ab. Ab Juni wurden Flüchtlinge zunehmend in Schulen, anderen staatlichen Maßnahmen oder Praktika untergebracht. Dadurch lösten sich unsere Klassen nach und nach auf, die letzte wurde Anfang November eingestellt.

Für Flüchtlinge in der kommunalen Unterkunft wurde zweimal in der Woche Deutschunterricht in den Räumen der VHS Ladenburg eingerichtet.

Was geschieht zur Zeit?

Gemeinschaftsunterkunft

Deutschkurs, Niveau A2 (Pluspunkt Deutsch, Cornelsen), Start Mittwoch, 14.12.                                  Montag und Mittwoch 19.00 – 20.30 Uhr                                                                                                                 Ladenburg                                                          Deutschunterricht (mit Kinderbetreuung) in der VHS Ladenburg für Flüchtlinge in der kommunalen Unterbringung, Montag und Donnerstag, 10.00-11.30 Uhr                                                                                                                                                                              Ladenburg / Heddesheim                                                                                      Unabhängig von dem von der Deutschgruppe organisierten Unterricht gibt es zahlreiche Helfer, die individuell (Deutsch)unterricht geben.                                                                                                                       Kann ich mitarbeiten?

Ja!                                                                                   Im Prinzip immer, auch wenn in der GUK derzeit wenig Unterricht stattfindet. Im Moment ist für dort eine Art Hausaufgabenbetreuung im Gespräch. Es werden immer (Deutsch)lehrkräfte für individuellen Unterricht, auch für Kinder, gesucht. Mit der erwarteten Zunahme von Flüchtlingen in der kommunalen Unterbringung nächstes Jahr wird dort der Bedarf wachsen.